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Unternehmerische Verantwortung

Personalmanagement und Arbeitssicherheit

Wie erfolgreich und innovativ ein Unternehmen ist, hängt neben fachlicher Kompetenz maßgeblich von der Motivation beziehungsweise der Zufriedenheit (Engagement) und Befähigung (Enablement) seiner Mitarbeiter ab. Vor diesem Hintergrund sind wir bestrebt, für unsere Mitarbeiter über alle Lebensphasen hinweg ein Beschäftigungsumfeld zu schaffen, das Motivation und Befähigung fördert und gleichzeitig Wissensträger im Unternehmen hält. Darauf abzielende Maßnahmen umfassen beispielweise flexible Arbeitszeitmodelle zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie, ein umfassendes Schulungsprogramm, individuelle Zielvereinbarungen oder vielfältige Gesundheits- und Sportprogramme.

Um das Engagement und Enablement unserer Belegschaft sichtbar beziehungsweise messbar zu machen, haben wir erstmals im Geschäftsjahr 2019 eine konzernweite Mitarbeiterbefragung durchgeführt. Ziel ist es, aus den daraus gewonnenen Erkenntnissen konkrete Maßnahmen abzuleiten, durch deren Umsetzung unsere Mitarbeiter gezielt dahingehend zu motivieren und zu befähigen, dass sie ihr Potenzial bestmöglich entfalten können.

Mit Blick auf die erste im Jahr 2019 durchgeführte Mitarbeiterbefragung waren zum damaligen Zeitpunkt 78 % aller DEUTZ-Mitarbeiterinnen und -Mitarbeiter motiviert und 69 % fühlten sich für ihre Arbeit befähigt.

Im Rahmen unserer Nachhaltigkeitsstrategie haben wir uns das Ziel gesetzt, diesen Status quo bis 2023 aufrechtzuerhalten.

Wir sind bestrebt, Vielfalt für den Unternehmenserfolg bewusst zu nutzen, um dadurch ein besseres Verständnis von sich verändernden Märkten zu gewinnen, Zugang zu einem größeren Talent-Pool zu erhalten und dadurch von zusätzlicher Kreativität und Innovationskraft zu profitieren. Aus diesem Grund fördern wir insbesondere die Vertretung von Frauen in der Gesamtbelegschaft und in Führungspositionen gefördert und sind bestrebt, eine gleichstellungsfreundliche Führungskultur zu etablieren.

In diesem Zusammenhang haben wir uns das Ziel gesetzt, die Frauenquote in der Gesamtbelegschaft bis zum Ende des Geschäftsjahres 2023 auf mehr als 10 % zu erhöhen und den Anteil an Frauen in Führungspositionen auf mehr als 20 %. Darüber hinaus hat der Aufsichtsrat bereits im Geschäftsjahr 2017 festgelegt, dass dem Vorstand am 30. Juni 2022 mindestens eine Frau angehören soll.

Mehr dazu erfahren Sie in unserem Nichtfinanziellen Bericht.

Wir sind davon überzeugt, dass neue Mitarbeiter neue Sichtweisen mit sich bringen und so die Innovationskraft und Weiterentwicklung eines Unternehmens steigern können. Aus diesem Grund zielen unsere Personalmaßnahmen darauf ab, dass sich die konzernweite Fluktuationsrate bis 2023 innerhalb einer Bandbreite von 5 bis 10 % bewegt.

Wir messen der Ausbildung einen hohen Stellenwert bei. Wie erfolgreich wir dabei agieren, zeigt sich auch darin, dass unser Ausbildungszentrum am Hauptsitz in Köln, die »Factory for Talents«, im Berichtsjahr 2020 zum zehnten Mal in Folge von der Industrie- und Handelskammer Köln für seine herausragenden Leistungen in der Berufsausbildung geehrt wurde.

Unser Ziel ist es, unsere Ausbildungsquote bis 2023 konstant auf einem Niveau von 1,5 bis 2 % zu halten.

Mehr zur Ausbildung bei DEUTZ erfahren Sie in unserem Nichtfinanziellen Bericht und hier. 

Wirtschaftliche Überlegungen dürfen nicht zu Kompromissen im Hinblick auf die Sicherheit und Gesundheit der Mitarbeiter führen, denn das Recht auf körperliche Unversehrtheit gehört zu den grundlegenden Rechten eines jeden Menschen. Wir erkennen unsere damit einhergehende unternehmerische Verantwortung als Arbeitgeber an, für ein gesundes und sicheres Arbeitsumfeld Sorge zu tragen. Aus diesem Grund implementieren wir fortlaufend Maßnahmen, die sich an lokalen Gegebenheiten orientieren und mithilfe derer sichergestellt werden soll, dass unsere Mitarbeiter bei ihrer Tätigkeit möglichst geringen Gefährdungen ausgesetzt sind und durch die potenzielle Unfallrisiken minimiert werden können.

Mittelfristig verfolgen wir das im Rahmen unserer Sustainability Vision 2023 gesteckte Ziel, die RIR bis zum Ende des Geschäftsjahres 2023 auf 7 zu verbessern.

Mehr zur Arbeitssicherheit bei DEUTZ erfahren Sie in unserem Nichtfinanziellen Bericht.

Corporate Governance & Compliance

Unter guter Unternehmensführung und Compliance verstehen wir, verantwortungsvoll und in Übereinstimmung mit den gesetzlichen Vorschriften der Länder, in denen wir tätig sind, zu agieren und dass wir uns gleichzeitig im Geschäftsalltag auch jederzeit unter ethisch-moralischen Gesichtspunkten integer verhalten – sowohl gegenüber Kunden und Mitarbeitern als auch gegenüber Investoren und sonstigen Stakeholdern des Unternehmens.

Zentrales Instrument, um unser Belegschaft einen Orientierungsrahmen für rechtlich einwandfreie und integre Verhaltensweisen zu geben, ist der DEUTZ-Verhaltenskodex. Er beinhaltet verbindliche Verhaltensregeln beispielsweise im Hinblick auf Menschenrechte, Arbeits- und Sozialstandards, Wettbewerbsverhalten oder Datenschutz und zeigt unsere Null-Toleranz-Strategie bei Korruption und Bestechung auf.

Den DEUTZ-Verhaltenskodex finden Sie hier.

Um unsere Mitarbeiter dabei zu unterstützen, sich keiner Rechts- oder Regelverstöße schuldig zu machen, sind sie aufgefordert, jährliche Compliance-Schulungen in Form von E-Learning-Programmen zu absolvieren oder an Präsenzveranstaltungen teilzunehmen. Unser Ziel für 2023 ist es, jährlich eine Quote erfolgreich absolvierter Compliance-Schulungen von über 95 % zu erreichen.

Lieferantenmanagement

Wir unterhalten Geschäftsbeziehungen zu knapp 550 Lieferanten in mehr als 40 Ländern. Bei einem weltweiten Einkaufsvolumen der DEUTZ AG von knapp 900 Mio. € trägt die Lieferkette in einem erheblichen Umfang zur Wertschöpfung unseres Unternehmens bei.

Im Vordergrund unseres Lieferantenmanagements stehen insbesondere die Qualität zugelieferter Komponenten, Lieferzeiten sowie kommerzielle Rahmenbedingungen. Im Zuge der Umsetzung unserer konzernweiten Nachhaltigkeitsstrategie werden jedoch zunehmend auch Nachhaltigkeitsaspekte bei der Auswahl beziehungsweise Bewertung von Lieferanten berücksichtigt.

Mehr zum Lieferantenmanagement bei DEUTZ erfahren Sie in unserem Nichtfinanziellen Bericht und hier.

Zentrales Instrument, um Nachhaltigkeitsaspekte an die Lieferkette weiterzugeben, ist der 2019 eingeführte DEUTZ-Verhaltenskodex für Lieferanten. Er beschreibt konzernweit verbindliche Vorgaben etwa im Hinblick auf die Sicherstellung von Arbeitssicherheitsmaßnahmen, die Einhaltung gewisser Umweltschutzstandards oder die Achtung der Menschenrechte und zielt damit unter anderem darauf ab, dass sich DEUTZ nicht an Menschenrechtsverletzung etwa im Sinne des 2. Prinzips des UN Global Compact mitschuldig macht. Gleichzeitig zeigt er unsere Erwartungshaltung auf, dass Lieferanten die DEUTZ-seitig an sie gestellten Anforderungen wiederum auch an ihre Zulieferer weitergeben.

Um die Wirksamkeit des Lieferantenkodex soweit möglich sicherzustellen beziehungsweise nachzuverfolgen, wird sowohl bei bestehenden als auch bei neuen Lieferanten die Einhaltung der darin formulierten Anforderungen im Rahmen unternehmensseitig durchgeführter Audits überprüft.

Unseren Verhaltenskodex für Lieferanten finden Sie hier.

DEUTZ erwartet gesetzeskonformes Verhalten nicht nur von seinen Mitarbeitern, sondern gleichermaßen auch von seinen Geschäftspartnern – ob Kunden, Lieferanten oder Dienstleistern. Um frühzeitig und adäquat auf potenzielles Fehlverhalten von Geschäftspartnern etwa im Hinblick auf Geldwäsche, unfaires Wettbewerbsverhalten oder Korruption und/oder Bestechung reagieren zu können, wurde ein Geschäftspartner-Compliance-Tool implementiert. Über dieses wird Geschäftspartnern eine webbasierte Selbstauskunft zur Verfügung gestellt und im Anschluss daran werden sowohl das Unternehmen selbst als auch die von ihm benannten Mitglieder der Kontroll- und Aufsichtsgremien sowie die wirtschaftlich Berechtigten mit aktuellen Sanktionslisten abgeglichen. Auf Basis der dadurch erlangten Informationen werden Geschäftspartner nach einem DEUTZ-internen Risikomodell klassifiziert und sofern notwendig risikominimierende Maßnahmen eingeleitet.

Zielsetzung für das Jahr 2023 ist es, 90 % aller bestehenden Lieferanten mit einem Einkaufsvolumen im Vorjahr von mehr als 0,5 Mio. € mittels des neuen Tools hinsichtlich eventueller Compliance-Risiken überprüft zu haben.

Unser Ziel ist es, wesentliche Nachhaltigkeitsrisiken auf Seiten der Lieferkette zu kennen und dadurch wirksam adressieren zu können. Vor diesem Hintergrund haben wir im Berichtsjahr 2020 EcoVadis, eine Plattform für globale Beschaffungsketten, etabliert, über die Lieferanten hinsichtlich ihrer Nachhaltigkeitsperformance bewertet und Möglichkeiten zur kontinuierlichen Verbesserung aufgezeigt werden können. Die Bewertungskriterien umfassen dabei die Bereiche Umwelt, Ethik, Arbeits- und Menschenrechte sowie nachhaltige Beschaffung und berücksichtigen neben Länder- und Branchenspezifika ebenso die Größe eines Lieferanten.

Im Rahmen unserer Sustainability Vision 2023 haben wir uns das Ziel gesetzt, bis Ende 2023 insgesamt 50 % der am Einkaufsvolumen des Vorjahres gemessenen Top-150-Lieferanten mittels der EcoVadis-Online-Bewertung zu überprüfen bzw. zu bewerten.