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The engine company. DEUTZ®

DEUTZ übernimmt unternehmerische Verantwortung

Personalentwicklung 

Mitarbeiter sind das Fundament eines jeden Unternehmens. Wie erfolgreich und innovativ ein Unternehmen ist, hängt dabei – neben fachlicher Kompetenz – maßgeblich von ihrer Motivation (Engagement) und Befähigung (Enablement) ab. Das Engagement und Enablement unserer Mitarbeiter messen wir mithilfe einer konzernweiten Mitarbeiterbefragung, die alle zwei Jahre durchgeführt werden soll. Die erste Mitarbeiterbefragung dieser Art hat im Jahr 2019 stattgefunden. Aus den daraus gewonnenen Erkenntnissen werden konkrete Initiativen abgeleitet, durch die jeder Mitarbeiter gezielt dahingehend motiviert und befähigt werden soll, seine Fähigkeiten gewinnbringend einbringen und sein Potenzial vollständig entfalten zu können.

Wir sind bestrebt, Vielfalt für den Unternehmenserfolg bewusst zu nutzen. Sowohl im Sinne der Sustainable Development Goals der Vereinten Nationen als auch der „Women’s Empowerment Principles“ wollen wir insbesondere die Vertretung von Frauen in der Gesamtbelegschaft und in Führungspositionen fördern und eine gleichstellungsfreundliche Führungskultur etablieren, die ausschließlich auf fachlicher Qualifikation gründet. Dadurch können wir ein besseres Verständnis von sich verändernden Märkten gewinnen, erhalten Zugang zu einem größeren Talent-Pool und profitieren von zusätzlicher Kreativität und Innovationskraft. Ein Instrument zur Steigerung des Frauenanteils ist beispielsweise unser Cross-Mentoring-Programm für weibliche Nachwuchsführungskräfte. Dabei kommen ein/e Mentor/-in und ein Mentee aus unterschiedlichen Unternehmen als so genanntes „Tandem“ zusammen, um dem Mentee durch einen organisationsübergreifenden Austausch Einblick in die Strukturen und Abläufe eines anderen Unternehmens zu geben.

Der Arbeitsmarkt ist durch einen zunehmenden Fachkräftemangel gekennzeichnet.  Um qualifizierte Mitarbeiter langfristig in unserem Unternehmen zu halten, bieten wir ihnen u. a. ein breites Spektrum an Weiterbildungsmöglichkeiten oder soziale sowie monetäre Zusatzleistungen, die sich an den lokalen Gegebenheiten orientieren. Gleichzeitig sind wir jedoch davon überzeugt, dass neue Mitarbeiter neue Sichtweisen mit sich bringen und so die Innovationskraft und Weiterentwicklung eines Unternehmens steigern können. Aus diesem Grund streben wir eine angemessene Fluktuationsrate innerhalb unserer Belegschaft an.

Wir messen der Ausbildung einen hohen Stellenwert bei – insbesondere auch um den eigenen Bedarf an qualifizierten Nachwuchskräften zu decken und mit ihnen die Wettbewerbsfähigkeit unseres Unternehmens zu sichern und zu stärken. Vor diesem Hintergrund streben wir an, unsere bisherige Ausbildungsquote auf einem gleichbleibend hohen Niveau wie bisher zu halten. Damit wir als Ausbildungsbetrieb weiterhin attraktiv bleiben, bieten wir unseren Auszubildenden beispielsweise an, sie nach bestandener Prüfung in ein unbefristetes Arbeitsverhältnis zu übernehmen. 

1) Das Engagement und Enablement der Mitarbeiter wird im Rahmen einer Mitarbeiterbefragung abgefragt, die erstmal in 2019 durchgeführt wurde, und zukünftig alle zwei Jahre stattfinden soll. 2) Ohne Leihpersonal, inkl. befristetem Personal. 3) Zweite Ebene unterhalb des Vorstands. 4) Sowohl Eigen- als auch arbeitgeberseitige Kündigungen; ohne Leihpersonal und befristete Arbeitnehmer. 
5) Anzahl der Auszubildenden an den Standorten Köln, Ulm und Herschbach (Deutschland) im Verhältnis zu der Anzahl der Beschäftigten in Deutschland (ohne Leihpersonal, ohne Torqeedo, inkl. befristete Arbeitnehmer).


Arbeitssicherheit

Das Recht auf körperliche Unversehrtheit gehört zu den grundlegenden Rechten eines jeden Menschen. Als Arbeitgeber erkennen wir unsere damit einhergehende unternehmerische Verantwortung an, für ein gesundes und sicheres Arbeitsumfeld Sorge zu tragen. Dabei dürfen wirtschaftliche Überlegungen nicht zu Kompromissen im Hinblick auf die Sicherheit und Gesundheit unserer Mitarbeiter führen.

Darüber hinaus kommt der Arbeitssicherheit auch aufgrund wirtschaftlicher Aspekte eine besondere Bedeutung zu, denn unfallbedingte Fehlzeiten von Mitarbeiten können empfindliche Störungen im Betriebsablauf verursachen und hohe Kosten mit sich bringen. Zudem besteht die Gefahr, dass Mängel in der Arbeitssicherheit gleichzeitig auch Mängel in der Produktion und somit in der Qualität des Produkts nach sich ziehen können.

Wir haben uns zum Ziel gesetzt, über die gesetzlichen Vorgaben zur Arbeitssicherheit hinaus Maßnahmen zu implementieren, mithilfe derer die gefahrenfreie Ausübung der Tätigkeit unserer Mitarbeiter sichergestellt wird und durch die potenzielle Unfallrisiken minimiert werden.

Geplante Maßnahmen umfassen beispielsweise die Etablierung von Gefährdungsbeurteilungen, die unmittelbar vor Arbeitsbeginn am Arbeitsplatz von denjenigen, die die Arbeit verrichten werden, durchgeführt werden sollen („Last Minute Risk Assessments“ – LMRA). Dadurch erhöhen wir das Bewusstsein zur Risikobewertung und -minderung der ausführenden Personen. Eine weitere Maßnahme wird die Festlegung von „Safety No-Goes“ sein, die jedem Produktionsmitarbeiter verschriftlicht als eine Art Checkliste an die Hand gegeben werden.

Zudem beabsichtigen wir, unsere wesentlichen Produktionsstandorte nach dem weltweit gültigen Standard ISO 45001 zertifizieren zu lassen, welcher die Anforderungen an ein wirksames und effektives Arbeitsschutzmanagementsystem beschreibt. Der vorausgehende Prozess wurde bereits angestoßen.

1) Anzahl meldepflichtiger Verletzungen im Jahr pro 1 Mio. Arbeitsstunden.


Corporate Governance und Compliance

Corporate Governance und Compliance sind integraler Bestandteil unserer Unternehmenskultur und damit auch unserer täglichen Arbeit. Als international tätiger Konzern ist DEUTZ einem breiten Spektrum an rechtlichen sowie behördlichen Rahmenbedingungen unterworfen, deren Einhaltung die Grundlage für den Fortbestand des Unternehmens und eine nachhaltig erfolgreiche Geschäftsentwicklung darstellt. Ungesetzliches Verhalten oder bereits der Anschein einer Rechtsverletzung, insbesondere in Form von Korruption und Bestechung, kann die Reputation eines Unternehmens nachhaltig schädigen und in der Folge nicht nur großen wirtschaftlichen Schaden verursachen, sondern sogar den Fortbestand eines Unternehmens gefährden. Aus diesem Grund bekennen wir uns ausdrücklich zur Rechtstreue und verfolgen eine Null-Toleranz-Strategie im Hinblick auf gesetzwidriges Verhalten, insbesondere Korruption und Bestechung. Gleichzeitig verlangen wir von allen DEUTZ-Mitarbeitern, neben rechtlichen und behördlichen Vorgaben auch interne Anweisungen und Richtlinien zu respektieren und zu befolgen.

Gesetzeskonformes Verhalten erwarten wir gleichermaßen von unseren Geschäftspartnern – ob Kunden, Lieferanten oder Dienstleistern. Um uns selbst in die Lage zu versetzen, auf potenzielles Fehlverhalten seitens unserer Geschäftspartner beispielsweise in Bezug auf Geldwäsche, unfaires Wettbewerbsverhalten oder Korruption und/oder Bestechung frühzeitig und adäquat reagieren zu können, implementieren wir derzeit ein neues systemgestütztes Geschäftspartner-Compliance-Tool. Über dieses werden wir unseren Geschäftspartnern eine webbasierte Selbstauskunft zur Verfügung stellen und im Anschluss daran sowohl das Unternehmen selbst als auch die von ihm benannten Mitglieder der Kontroll- und Aufsichtsgremien gegen aktuelle Sanktionslisten prüfen. Auf Basis der dadurch erlangten Informationen werden unsere Geschäftspartner nach einem DEUTZ-internen Risikomodell klassifiziert und sofern notwendig mit risikominimierenden Maßnahmen versehen.

Das Geschäftspartner-Compliance-Tool wird zunächst an den deutschen Standorten eingeführt und für die Überprüfung neuer Geschäftspartner eingesetzt. Beginnend ab 2020 sollen sukzessive bereits bestehende Geschäftspartner überprüft bzw.  bewertet und unsere Auslandsgesellschaften an das Tool angebunden werden. Damit werden wir die Einhaltung unserer Anforderungen noch effizienter als bisher prüfen können.

Compliance bedeutet für uns jedoch nicht nur, im Einklang mit Recht und Gesetz zu handeln, sondern gleichzeitig auch, sich ethisch und moralisch richtig zu verhalten. Um unserem Anspruch gerecht zu werden, wirtschaftlichen Erfolg im Einklang mit gesellschaftlichem, unternehmerischem und ökologischem Verantwortungsbewusstsein zu erzielen, sind insbesondere unsere Mitarbeiter aufgefordert, Verantwortung zu übernehmen. Dies spiegelt sich nicht nur in unseren Unternehmenswerten wider, sondern ebenso in unserem Verhaltenskodex, der im Geschäftsjahr 2019 umfassend überarbeitet wurde.

Im Rahmen der Überarbeitung haben wir unseren Verhaltenskodex in Einklang mit unserer neuen Nachhaltigkeitsstrategie gebracht und insbesondere um Vorgaben zur Achtung der Menschenrechte, zu Arbeits- und Sozialstandards, Gesundheit und Sicherheit sowie zum Schutz der Umwelt ergänzt.  Dadurch soll sichergestellt werden, dass Nachhaltigkeitsaspekte verstärkt Einzug in den Arbeitsalltag eines jeden Mitarbeiters finden. Die im Verhaltenskodex verschriftlichen Verhaltensweisen sind für jeden DEUTZ-Mitarbeiter als verbindliche Vorgaben anzusehen. Um unsere Belegschaft dabei zu unterstützen, in jeder Hinsicht verantwortungsvoll zu handeln, sind unsere Mitarbeiter aufgefordert, jährliche Compliance-Schulungen zu absolvieren. Dabei kann die Nicht-Teilnahme in letzter Konsequenz disziplinarische Maßnahmen zur Folge haben. Darüber hinaus finden interne Workshops statt, in denen unsere Mitarbeiter über aktuelle Themenstellungen informiert und für diese sensibilisiert werden.

Für die Entgegennahme von Meldungen zu Rechts- und Regelverstößen innerhalb des DEUTZ-Konzerns haben wir bereits vor mehreren Jahren ein Hinweisgebersystem etabliert, das für jeden Mitarbeiter sowie außenstehende Dritte wie etwa Kunden oder Geschäftspartner auf unserer Website zugänglich ist. Es soll dabei helfen, Compliance-Verstöße schnell aufdecken und bewiesenes Fehlverhalten unverzüglich beenden zu können. 


Lieferantenmanagement

Wir erwarten nicht nur von unseren Mitarbeitern verantwortungsvoll zu agieren. Wir sehen es gleichermaßen als unsere Pflicht an, die Verantwortung für insbesondere Umwelt-, Arbeits- und Sozialbelange in die gesamte Wertschöpfungskette zu integrieren.

Wir unterhalten Geschäftsbeziehungen zu rund 700 Lieferanten in rund 50 Ländern. Mit einem weltweiten Einkaufsvolumen im Bereich des direkten Materials von etwa 
1 Mrd. Euro trägt die Lieferkette damit in einem erheblichen Umfang zu unserer Wertschöpfung bei.

Wir sind davon überzeugt, dass den globalen Herausforderungen nur gemeinschaftlich begegnet werden kann. Vor diesem Hintergrund erwarten wir von unseren Lieferanten, bestimmte Umwelt-, Arbeits- und Sozialstandards sicherzustellen und diese Verpflichtung ebenso an ihre Zulieferer weiterzugeben.

Um unserer Erwartungshaltung Nachdruck zu verleihen, haben wir im Jahr 2019 in einem ersten Schritt mit der Erstellung und Einführung eines Verhaltenskodex für Lieferanten (LCoC) verbindliche Vorgaben im Hinblick auf die Achtung von Menschenrechten, die Sicherstellung von Arbeitssicherheitsmaßnahmen und die Einhaltung von Umweltschutzstandards geschaffen. Diese sind fortan Bestandteil neu abgeschlossener Verträge und unserer allgemeinen Einkaufsbedingungen.

In einem zweiten Schritt werden wir im Rahmen regelmäßig geplanter Audits sowohl bestehende als auch neue Lieferanten auf die Einhaltung des Verhaltenskodexes überprüfen. Gleichzeitig planen wir die Etablierung einer webbasierten Bewertungsplattform für globale Beschaffungsketten, mithilfe derer wir unsere Lieferanten hinsichtlich ihrer Nachhaltigkeitspraktiken bewerten werden.

Darüber hinaus beabsichtigen wir, unsere Lieferanten auf Basis eines neuen Geschäftspartner-Compliance-Tools sukzessive auf potenzielles Fehlverhalten beispielsweise in Bezug auf Geldwäsche, unfaires Wettbewerbsverhalten oder Korruption und/oder Bestechung zu überprüfen. 

1) 90 % der in einem Jahr neu hinzugekommenen Lieferanten. 2) Bezogen auf bestehende Lieferanten mit einem Einkaufsvolumen im Vorjahr von mehr als 0,5 Mio. Euro. 3) 50 % der am Einkaufsvolumen des Vorjahres gemessenen Top 150 Lieferanten.