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DEUTZ stellt Weichen für mehr Wachstum in China

  • DEUTZ beabsichtigt Ausstieg aus Joint Venture mit FAW
  • Keine signifikante Ergebnisauswirkung aus DEUTZ Dalian und Verkauf in 2018 erwartet
  • Fortgeschrittene Gespräche mit neuen lokalen Partnern

Die DEUTZ AG stellt sich mit ihrem Marktauftritt in China neu auf, um zukünftig die Chancen im weltweit größten Motorenmarkt besser zu nutzen. So hat der Vorstand heute beschlossen, aus dem Joint Venture DEUTZ Dalian vollständig auszusteigen und die bisherige 50%ige Beteiligung an dieser Gesellschaft an den Partner FAW zu veräußern, nachdem ein gemeinsames Verständnis über kommerzielle Eckpunkte mit FAW erzielt werden konnte. Die beabsichtigte Transaktion steht unter dem Vorbehalt der Zustimmung des Aufsichtsrats der DEUTZ AG und soll im 2. Halbjahr 2018 vollzogen werden. DEUTZ kann auch weiterhin Motoren für Off-Highway-Anwendungen von DEUTZ Dalian beziehen. FAW und DEUTZ werden auch zukünftig partnerschaftlich zusammenarbeiten.

Aus der Veräußerung des Joint Ventures DEUTZ Dalian sowie damit zusammenhängenden Lizenzerträgen erwartet DEUTZ im laufenden Jahr einen Erlös von knapp 10 Millionen Euro. Zum Halbjahr 2018 ist mit Ergebnisbelastungen im hohen einstelligen bzw. niedrigen zweistelligen Millionen Euro-Bereich zu rechnen, die sich mit der Veräußerung im laufenden Jahr weitgehend ausgleichen und ggf. sogar überkompensiert werden, so dass aus dem Joint Venture DEUTZ Dalian und dessen Verkauf mit keinen signifikanten Ergebnisauswirkungen im laufenden Geschäftsjahr zu rechnen ist.

Zum 31. Dezember 2017 war DEUTZ Dalian (DDE) im Konzernabschluß mit 38,4 Millionen Euro bewertet. Davon entfallen 15,5 Millionen Euro auf positive Währungsumrechnungsdifferenzen, die im sogenannten Other Comprehensive Income verbucht und im Falle einer Veräußerung erfolgswirksam aufzulösen sind. Bei einer wirtschaftlichen Betrachtung beträgt der verbleibende Konzernbuchwert – nach erfolgswirksamer Auflösung der Währungsumrechnungsdifferenz – mithin knapp 23 Millionen Euro.

Bereits im April 2018 hatte DEUTZ mitgeteilt, im Rahmen der Prüfung strategischer Optionen auch Bewertungsansätze beim Joint Venture zu überprüfen. Diesbezügliche Bewertungsanpassungen, die im April noch in einem Bereich von 16 bis 32 Millionen Euro beziffert wurden, wären mit Umsetzung des geplanten Verkaufs der DDE Anteile bei einer wirtschaftlichen Betrachtung nunmehr auf rund 23 Millionen Euro begrenzt. Nach derzeitigem Erkenntnisstand wird die Minderung des Wertansatzes des Joint Ventures im Konzernabschluss der DEUTZ in dieser Größenordnung liegen. Die Korrekturen werden nach aktueller Einschätzung in großem Umfang Vorperioden betreffen. Details der Bewertungsanpassung wird DEUTZ mit deren Feststehen im Rahmen des Zwischenberichts zum 1. Halbjahr 2018 bekannt geben, der am 2. August 2018 veröffentlicht wird.

Mit Christian Zürnstein wurde vor einigen Monaten ein neuer CEO für die Region Asien/Pazifik engagiert, der über einen langjährigen Track-Rekord im chinesischen Markt verfügt und seinen Dienstsitz in Shanghai (China) hat. Die DEUTZ AG wird unter Zürnsteins Führung ihre vertrieblichen Aktivitäten in China weiter stärken und das Händlernetz deutlich ausbauen.

„Mit dem geänderten Marktauftritt wollen wir zukünftig in China stärker wachsen und erfolgreicher agieren“, erläutert der DEUTZ Vorstandsvorsitzende Dr. Frank Hiller und ergänzt: „Wir sehen für uns und unsere fortschrittliche Technologie sehr gute Marktchancen und interessante Kooperationsmöglichkeiten im chinesischen Markt. Gleichzeitig trennen wir uns von Aktivitäten, die in der Vergangenheit nicht unsere Erwartungen erfüllt haben. Damit steht einer Neuausrichtung unseres China Engagements nichts mehr im Wege.“ Gespräche über neue Kooperationen mit bedeutenden lokalen Partnern aus der Baubranche und dem Agrarbereich befinden sich bereits im fortgeschrittenen Stadium.

Zukünftige Marktchancen ergeben sich in China für DEUTZ aus der Einführung der Emissionsstufe China 4 für Off-Highway-Anwendungen, die auf das Jahr 2020 vorgezogen wurde. Diese Emissionsnorm kommt der europäischen Regelung nahe und stellt damit eine der strengsten Emissionsstufen weltweit dar. Bereits heute verfügt DEUTZ über die hierfür erforderliche Technologie in Off-Highway-Markt, die für viele lokale Marktteilnehmer – auch angesichts des kurzen Einführungszeitraums – eine große Herausforderung darstellt. Hieraus ergeben sich für DEUTZ neue Marktchancen und aussichtsreiche Kooperationsmöglichkeiten, die derzeit mit führenden chinesischen Geräteherstellern verhandelt werden. Insofern wird DEUTZ in China auch zukünftig nicht nur vertriebsseitig, sondern auch mit eigenen Produktionsaktivitäten tätig sein.

 

Ansprechpartner für diese Pressemitteilung der DEUTZ AG

Investor & Public Relations

Christian Krupp

Tel.: +49 (0) 221 822-54 00    
Fax: +49 (0) 221 822-15 54 01    
E-Mail: christian.krupp@deutz.com

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