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CHINA SETZT AUF ANTRIEBSTECHNIK „MADE IN GERMANY“

DEUTZ UND CHINAS GRÖSSTER BAUMASCHINENHERSTELLER SANY ERRICHTEN HOCHLEISTUNGSMOTOREN-MONTAGEWERK IN DER PROVINZ HUNAN.

China ist der weltweit größte Einzelmarkt für Baumaschinen. Dementsprechend groß ist auch der Einsatzbereich, um mit sauberer Motorentechnik einen signifikanten Beitrag zum Umwelt- und Klimaschutz zu leisten. Die chinesische Gesetzgebung schreitet hier in Sachen Emissionsregulierung bereits rasant voran. Woran es jedoch oft noch fehlt, sind hoch entwickelte Antriebe, die die neuen Standards erfüllen können.

Mit China IV werden die Stickoxid- und Partikelmassengrenzwerte im Vergleich zu China III nochmals deutlich reduziert. Zudem wird ein neuer Grenzwert für die Partikelanzahl eingeführt, der den technologischen Einsatz eines Dieselpartikelfilters erfordert – ähnlich der EU-Stufe-V- Gesetzgebung. Darüber hinaus wird im Heavy-Duty-On-Road-Bereich die neue China VI (die weitgehend der EU Stufe Euro VI entspricht) zunächst für städtische Nutzfahrzeuge und später landesweit eingeführt.

Was auf den ersten Blick nach behördlichem Zahlenwerk klingt, stellt für chinesische Fahrzeug- und Motorenhersteller eine enorme Herausforderung dar. Insbesondere, da die chinesischen Vorgaben zügig zu den europäischen Standards aufschließen. Damit bieten sich im Umkehrschluss aber auch attraktive Chancen für erfahrene Hersteller, als Technologiepartner in China an Volumen zu gewinnen und gleichzeitig vor Ort eine saubere und nachhaltige Mobilität voranzutreiben, die Klima und Umwelt entlastet.

Chinas größter Baumaschinenhersteller SANY setzt beispielsweise auf Motoren- Know-how aus Köln. Im Rahmen eines gemeinsamen Joint Ventures, an dem DEUTZ 51 Prozent hält, entsteht aktuell ein neuer Produktionsstandort in Changsha, der bis 2022 rund 75.000 Motoren für SANY liefern soll. Zum Vergleich: Derzeit liefert DEUTZ insgesamt rund 10.000 Motoren nach China. Bei den Stückzahlen besteht noch weiteres Wachstumspotenzial. Dr. Frank Hiller, Vorstandsvorsitzender der DEUTZ AG, erklärt: „Wir gehen davon aus, dass der Bedarf in China weiter steigen wird. Zudem können wir aus unserem Joint Venture auch weitere Kunden lokal bedienen. Die chinesische Regierung treibt sowohl die Weiterentwicklung von Dieselmotoren als auch alternative Antriebskonzepte wie Elektrifizierung, nachhaltige Kraftstoffe oder Wasserstoffantriebe konsequent voran. Bei DEUTZ agieren wir technologieoffen in all diesen Bereichen, was uns für den chinesischen Markt bestens rüstet.“

Eine solch breite Technologiepalette ist im aufstrebenden Reich der Mitte äußerst gefragt und öffnet so manche Tür. Das Joint Venture zwischen DEUTZ und SANY ist Teil von SANYs Intelligent-Heavy-Truck-Projekt, einem Großprojekt im Rahmen der Digitalisierungsstrategie von SANY. Das heißt, DEUTZ übernimmt, zusätzlich zu verschiedenen Non-Road-Anwendungen, die Motorenfertigung im Bereich Heavy Trucks für SANY.

„China setzt auf nachhaltige Mobilität – und Unternehmen wie SANY setzen dabei auf erfahrene Partner wie DEUTZ. Wir unterstützen auf diesem Pfad bestmöglich mit hoch entwickelten Antrieben im Sinne einer lokalen, aber auch globalen Nachhaltigkeit. Für uns eine echte Win-win-Situation, da Wachstum und ein positiver Einfluss auf Umwelt und Klima sich hier ideal vereinen lassen“, so Dr. Frank Hiller.

Liang Wengen, CEO der SANY Gruppe

SANY setzt auf Motoren-Know-how aus Köln

Vertragsunterzeichnung zwischen SANY und DEUTZ mit Vertretern der Regierung von Changsha

Dr. Frank Hiller, CEO der DEUTZ AG

Die Vertragsunterzeichnung erfolgte im Rahmen der Grundsteinlegung am Produktionsstandort