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Kooperationen mit Know-how

EIN RIESIGER MARKT, DREI STARKE PARTNER: DIE DEUTZ AG SETZT IN CHINA KÜNFTIG AUF STRATEGISCHE UNTERSTÜTZUNG – UND EIGENE STÄRKE.

Es ist ein wichtiger Meilenstein: Die DEUTZ AG und das chinesische Maschinenbauunternehmen SANY haben einen Joint-Venture-Vertrag unterzeichnet. DEUTZ hält 51 Prozent der Anteile und übernimmt die örtliche Motorenproduktion.

Der Vertragsabschluss hat hohe Symbolkraft. Bedeutet er doch den Startschuss für einen Neustart der DEUTZ AG in China – verbunden mit einem klaren Strategieschwenk. Um das weiterhin große Potenzial des chinesischen Markts auszuschöpfen – trotz zuletzt geringeren Wachstums erwarten Analysten im Baumaschinensegment 2019 einen Marktzuwachs von bis zu 5 Prozent, im Bereich Materialhandling bis zu 10 Prozent –, setzt DEUTZ künftig auf die Kraft der Kooperation. Neben dem Joint Venture mit SANY kooperiert DEUTZ mit dem Motorenhersteller BEINEI sowie FAR EAST HORIZON, Chinas größtem Baumaschinenvermieter.

„Sicherlich hätten wir auch eine hundertprozentige DEUTZ-Tochter aufbauen können“, erklärt DEUTZ-CEO Dr. Frank Hiller. Für den Vorstandsvorsitzenden hätte diese Option allerdings einen entscheidenden Nachteil: „Uns geht es darum, auch auf dem chinesischen Markt ganz nah am Kunden zu operieren. Dafür setzen wir auf lokales Know-how, ergänzen das aber mit unserer eigenen technologischen Expertise, zum Beispiel bei der Elektrifizierung.“

Grund für den Schwenk: die bisherigen Erfahrungen von DEUTZ im Reich der Mitte. 1996 hatte sich das Kölner Unternehmen mit dem Hersteller FAW zusammengeschlossen, um die gerade geöffneten Märkte im Fernen Osten zu erschließen. Webfehler der Zusammenarbeit mit FAW: Das chinesische Unternehmen produzierte weiterhin eigene Motoren, die mit denen der DEUTZ-Kooperation konkurrierten. Keine günstige Konstellation – die DEUTZ 2018 aufkündigte, um das Chinageschäft auf neue Füße zu stellen.

Aber warum soll es auch jetzt wieder eine Kooperation sein? DEUTZ setzt nun auf Partner, die sich in den vergangenen Jahren ausdrücklich international aufgestellt haben. Gemeinsam mit dem Motorenhersteller BEINEI zum Beispiel soll unter Leitung des DEUTZ-Managements im Jahr 2020 eine gemeinsame Motorenproduktion anlaufen – in einer neuen Fabrik in Tianjin, die bereits 2022 insgesamt 20.000 Motoren für den chinesischen Markt produzieren soll. Mit der Unterstützung des Baumaschinenvermieters FAR EAST HORIZON wiederum will DEUTZ sein Servicegeschäft rasch und deutlich ausbauen. An den über 80 HORIZON Standorten werden zukünftig auch DEUTZ-Kunden bedient. 

„China ist mittlerweile der größte, aber auch spannendste Markt für Motoren weltweit“, verrät DEUTZ-CEO Dr. Frank Hiller. „Dort sind Unternehmen erfolgreich, von denen in Deutschland die wenigsten etwas mitbekommen. Mit unserem Anspruch, die weltweit modernsten und nachhaltigsten Antriebssysteme zu bauen, wollen wir natürlich auch in diesem Marktumfeld überzeugen.“ 

Dass China gerade seine Abgasnormen verschärft, sieht Hiller nicht als Problem, sondern als große Chance. „Mit der Einführung der Norm China-IV haben wir einen günstigen Zeitpunkt erwischt. Viele chinesische Unternehmen tun sich damit noch schwer – hier bringen wir unsere technologische Kompetenz ein. Das birgt ein riesiges Potenzial.“

BIS ZU 5%
Marktzuwachs im Baumaschinensegment

BIS ZU 10%
Marktzuwachs im Bereich Materialhandling

20.000
Motoren bis 2020